Forschungsergebnisse der Gelotologen

Dr. William Fry, Neurologe an der Stanford Universität in Kalifornien, oft als der
"Vater der Gelotologie" bezeichnet, fing schon in den späten 60er Jahren an, die
Effekte des Lachens zu erforschen.  Er stellte fest, dass Lachen den Gasaustausch in der Lunge um das Drei- bis Vierfache  gegenüber dem Ruhezustand steigert. Er konnte beweisen, dass Lachen zu einer gesunden Stimulation und tiefen Entspannung führt - erst wird der Körper durch das Lachen trainiert, danach entspannt er sich. Lachen bezeichnete er als gute Aerobic-Übung, die Muskeln, Herz und Nerven erwärmt und entspannt, und dabei gleichzeitig die Lungen lüftet. Dr. Fry fand heraus, dass eine Minute Lachen in der Wirkung vergleichbar ist mit zehn Minuten Rudern oder 15 Minuten Joggen. Er konnte auch beweisen, dass beim Lachen Endorphine („Glückshormone“) ausgeschüttet werden – und dass das Risiko von Erkrankungen der Atemwege durch herzhaftes Lachen verringert werden kann.

Paul McGhee, Psychologe, zählt ebenfalls zu den Pionieren der Lachforschung. Er wies bereits in den 70er Jahren nach, dass durch Lachen die Schmerztoleranz erhöht wird. Er bezeichnet das Lachen in seiner Wirkung als vergleichbar mit verschiedenen Entspannungstechniken.

Der Journalist Norman Cousins verblüffte Ende der 70er Jahre die Welt mit seinem Buch "Anatomy of an Illness" (1979), in deutscher Übersetzung: „Der Arzt in uns selbst“, in dem er beschreibt, wie es ihm gelang,  durch Humor, Lachen und positives Denken eine tödliche Gelenkkrankheit zu überwinden. Zehn Minuten Lachen täglich, so sagte er, ermöglichten ihm zwei Stunden schmerzfreien Schlaf.

Untersuchungen des Neuro-Immunologen Lee Berk von der Loma Linda University in Kalifornien ergaben, dass während und nach heftigem Lachen die Aktivität der natürlichen Killerzellen und der Immunglobuline (beide entscheidend für die Wirkung des Immunsystems) deutlich ansteigen. Weitere Forschungen von Lee Berk ergaben, dass bereits Vorfreude ausreicht, um die Anzahl von Endorphinen und anderen, den Körper entspannenden Substanzen, zu erhöhen.

Dr. Michael Titze, Diplom-Psychologe, Psychotherapeut und Humorforscher aus Tuttlingen, Deutschland, beschreibt in seinem Buch „Die heilende Kraft des Lachens“ den Effekt von 30-minütigen Lachübungen so, dass die Teilnehmer danach über ein gesteigertes Selbstwertgefühl berichten, eine optimistischere Lebenseinstellung haben, und sich körperlich wohl fühlen.

Der Arzt Dr. Hunter „Patch“ Adams (bekannt durch den Film "Patch Adams" mit Robin Williams) war überzeugt, dass für eine erfolgreiche medizinische Behandlung auch die „Verschreibung“ von mehr Humor nötig ist. Er gründete das "Gesundheit! Institut", eine ganzheitliche medizinische Gemeinschaft, die seit 1971 Tausende von Menschen kostenfrei medizinisch versorgt. Daraus entwickelte sich die Bewegung der Klinik-Clowns, die inzwischen auch in Europa schwerkranke Patienten – große und kleine- am Krankenbett besuchen, um sie mit Humor aufzumuntern und abzulenken.